Dienstag, 26. August 2014

ERSTE HERBSTLICHKEIT

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Merkt ihr was?
So ganz allmählich schleicht sich der Herbst in die Natur und in unsere Herzen..zumindest in meines, denn ich erwarte jedes Jahr wieder den Herbst mit Freuden. Und ich habe jetzt schon ganz oft gelesen, dass ich damit nicht allein bin. Nur noch ein paar Tage August - dann kommt schon der September...und dann herbstelt es ja endgültig.


Als Erwachsener verliert man ja meist die Fähigkeit der kindlichen (Vor-)Freude. So wie es damals kurz vor den Weihnachtstagen war, dieses Gefühl der inneren Glückseligkeit, Aufregund und eben richtiger Vorfreude geht von Jahr zu Jahr des Erwachsenwerdens immer mehr verloren. Aber der Herbst - der Herbst schafft es als einziges, dass ich dieses Gefühl immer wieder in mir trage...aber auch nur am Anfang des Herbstes... wenn alles im Wandel ist und die Spätsommersonne sich mit den ersten Herbstgedanken und Farben mischt...da ist sie dann wieder. Und es macht mich jedes Jahr aufs Neue glücklich und so froh.


So einen ersten herbstlichen Tag hatten wir am Sonntag... in meiner alten Heimat beim Spaziergang.
Die Sonne, das leicht diffuse Licht, die Farben des reifen Holunders, der ersten Hagebutten, den ersten gelben Blättern. Manch einer meint ja, wir wären früh dran, aber eigentlich habe ich Ende August schon immer dieses Herbstgefühl.
 

Wenn der Sommer auch wunderschön ist, beginnt jetzt eine noch viel schönere Zeit. Eine Zeit der Ernte, der vielen Wunder der Natur, die mit aller Kraft alles geleistet hat und sich nun allmählich auszuruhen vermag.
Die Zeit der Kürbisse und ersten Kerzenlichter, die unser Gemüt erhellen.
 

Eine Zeit, in der wieder mehr im Haus sind, weil wir draussen nicht mehr so viel arbeiten müssen. Die Zeit, in der wir die ersten warmen Socken rauskramen, Nebel morgens über die Felder zieht und der Tee wohl nie besser schmeckt als zu dieser Jahreszeit. Eine Zeit für Naturgeister, für Stressgeplagte, die Erholung brauchen. Zeit zum Durchatmen...frische, klare Luft!
Kein Schwitzen bei 30 Grad...stattdessen wärmt uns eine Wollstrickjacke, wenn wir hinaus in den Wald gehen. Wer das alles genauso wunderbar findet wie ich, der zählt nicht mal ansatzweise die verregneten Herbsttage an...
So wie der Sommer seine Gewitter hat, so hat der Herbst seinen Regen....


Und ich wüsste gerade nichts Schöneres, als an einem regnerischen Sonntag mal wieder nach langer Zeit ein Buch in die Hand zu nehmen, sich eine Tasse Schokolade heiss zu machen, sich damit direkt ans Fenster zu setzen, während im Hintergrund leise Pianomelodien klingen.


Was soll ich sagen: ich freue mich drauf...


....und sehne dem September entgegen :)


Ich wünsche euch schöne, restliche Augusttage...

EURE NICOLE

Dienstag, 19. August 2014

SPÄTSOMMERIDYLL

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Wundervoller Spätsommer!
Wundervolle Tage, wenn auch sehr arbeitsreich - aber schöne Sonnentage mit Idylle hatten wir auch.
Wir haben gebadet, Beerenbowle getrunken, Feste im Freien gefeiert, gezeltet, Lagerfeuer...
 

Die Pflaumen sind nun auch schon reif, die Dahlien leuchten und die Hortensien lassen sich wunderbar trocknen. Auch sommerliche Gewitter hatten wir hier- was ich ja persönlich immer total schön und kuschlig finde. Die starken Winde haben hier aber auch eine Menge Schaden angerichtet.


Wenn ich morgen wieder zum Haus fahre, sind die Hagebutten schon ein bisschen roter und wir können die ersten Äpfel ernten... eine wunderbare Zeit beginnt nun... der sich langsam einschleichende Herbst.


Die Luft ist schon ganz frisch und klar...wie im September. Ich freue mich so auf die kommende Saison.
Und auf ein Zuhause, was bald fertig ist... (hoffentlich)


Auch in dieser Woche ist wieder vieles vieles zu erledigen... Die Decke im Wohnzimmer ist schon tapeziert und muss gestrichen werden. Wir haben uns Stuck bestellt, der auch angebracht werden muss. In der Küche wird der Boden gelegt, die Decken gemacht und vielleicht schaffen wir auch schon die ersten Wände zu tapezieren. Dazu noch Geburtstage, Äpfel und Pflaumen pflücken...der Kindergarten hat morgen auch wieder auf, so dass sich auch der "Alltag" wieder einpegelt.

Die letzten Augusttage sind also vollgepackt....

Macht euch einen schönen restlichen August.
Ich wünsche euch Gemütlichkeit.

EURE NICOLE

Montag, 11. August 2014

BAUSTELLENTAGEBUCH & GARTENLIEBE

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Hallo ihr Lieben,
heute zeige ich euch nach langem mal wieder Baustellenbilder. Wir sind jetzt in der Phase angekommen, wo sich nahezu täglich etwas ändert. Da sind hier die Wände geändert und da die Decke neu gespachtelt. Auch im Garten machen wir immer mal wieder etwas...
 

Wie sagt man es so schön: wir tanzen auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig :)
Wir verfolgen natürlich einen Plan und haben eine To Do Liste, die wir abarbeiten müssen aber ab und zu wühle ich dann doch mal lieber in der Erde...
 

Mittlerweile sind die blöden" Sachen wie Heizung & Strom erledigt...neue Wasser & Abwasserleitungen sind gelegt... jetzt werden die Decken verspachtelt, die Wände geglättet... viele Schritte zu unserem Glück.
Der Liebste war wirklich unermüdlich fleißig... bewundernswert seine Kraft!
 

Neue Türen sind bestellt und in der Fertigung. Wir haben uns für weiße Altbautüren entschieden... in der Küche mit Glas... die Wände in der Küche werden weiß... die Ikea Küche wird auch bald bestellt... am Samstag wird der neue Boden angeliefert.


Der Ofen soll später mal wieder laufen... wir wollen ihn mit Ofenfarbe neu lackieren... er soll weiß werden. Kennt sich damit jemand aus? 
Im Netz habe ich ja Anleitungen gefunden, auch spezielle Farbe für Öfen gibt es zu kaufen.
Vielleicht jat ja jemand schon Erfahrungen mit diesem Projekt.


Wir kommen also voran :)


Also bis zum nächsten Mal :)

EURE NICOLE

Mittwoch, 6. August 2014

HALLO AUGUST - TAGESURLAUB USEDOM - & KATZENLIEBE

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Kaum zu glauben, aber wir haben August! Wie im Fluge vergeht die Zeit und wir haben nun schon den letzten der intensiven Sommermonate. Hier ist intensiv nicht untertrieben, denn täglich sind es zwischen 27 und 30 Grad und es ist oft gar nicht auszuhalten. Ich bin dann schlapp, faul und müde...möchte mich am liebsten den ganzen Tag nur in den Pool legen und einfach nichts tun. Nichts schleppen, nichts verfugen, keinen Rasen mähen... Ruhemodus, um die Hitze auszuhalten!
Und ich merke: ich bin kein Hitzetyp! Ich mag mich nicht gern Stunden in der Sonne braten (möchte aber immer knackig braun sein) und wünsche mir immer wenn es so heiß ist herbstliche frische Winde...

Aber eigentlich ist so der Sommer!
Also genießen wir ihn!
Den letzten der Sommermonate!
 

Vom letzten Baden in der Heimat haben wir uns Mirabellen vom Baum gepflückt. Eigentlich kannte ich Mirabellen bisher immer nur als gelbe Frucht... aber ich wurde eines besseren belehrt ! Und himmlisch lecker sind sie! Ich brauche auch einen Mirabellenbaum im Garten!

Und da wir in der letzten Woche wirklich (ach, es sind ja nun schon mehr als 8 Wochen am Stück) geackert haben im Haus und jeden Tag da waren, brauchten wir auch mal eine kleine Auszeit. Wir haben uns einen schönen Tag am Meer gemacht, sind ganz gemütlich mit der Bahn gefahren - ohne Stress im Auto, langer Stau und diese Hitze...


Dafür war es auf Usedom sehr sehr voll. Hochsaison! Und Ferien! Na klar! Da ist dann jeder!
Auch Gregor Gysi!
Den haben wir nämlich auf dem Weg zum Strand und am Strand selbst getroffen. Witzig :)
 

Die Wellen waren sehr stark und das Wasser gar nicht kalt... allerdings war der Wind auch frisch, so dass ich unter unserem Strandkorb in eine Sternendecke gehüllt war. So wurde es wieder nichts aus meiner jamaikanischen Bräune. Dafür wars aber gemütlich!


Wir sind sogar noch ein bisschen an der Promenade rumgeschlendert bevor es wieder nach Haus ging.


Ein solcher Tag reicht oft schon aus, um wieder neue Energien zu schöpfen...
Frische Meeresbrise, Sand auf der Haut und unter den Füßen...
 

Und um 20 Uhr waren wir abends dann wieder in unseren heimatlichen Gefilden... erschöpft aber glücklich!
Da schläft es sich doch gleich besser...
 
... wenn da nicht das Leben einer kleinen Katze wäre!
 

.... diese hat nämlich am Sonntag abend zum ersten Mal gemautzt... ich bin sofort runter geeilt, um zu gucken, wo das kleine Ding denn wohl stecken mag. Und da hatte ich sie auch schon entdeckt... gerade mal um die 6-7 Wochen alt, kleine Tapsen, grau mit einer weißen Nase.
Hinreißend süß!
Von der Mama, die ihr Baby suchte fehlte jede Spur. Ich hatte aber eine Katze gesehen, die nicht zur Nachbarschaft gehörte. Die ist dann schnell losgerannt, als sie mich aus der Tür kommen sah. Natürlich ging ich erstmal davon aus, dass das vielleicht die Mutter ist. Ich klingelte bei der Nachbarin, unter dessen Tor sie gekrochen war. Es wurde schon dunkel. Und vor lauter Angst ist das kleine Kätzchen hoch auf einen Birkenbaum geklettert. Ach du schreck! Wir haben dann eine Leiter hingestellt (ca 5 verschiedene ausprobiert) und haben sie dann runtergeholt. Sie hat mir die Hände völlig zerkratzt und gebissen. Kontakt zu Menschen hatte sie scheinbar nicht. Ich nahm sie in den Nacken, wie Katzenmütter ihre Babys immer tragen, habe sie zu uns auf den Hinterhof gebracht und sie dort dann wieder laufen lassen, in der Hoffnung, dass sie ihre Mama findet. Ich wollte nicht wahr haben, dass sie wirklich ihre Mama nicht findet. Hat sie auch nicht, denn das Mautzen war am nächsten Tag noch immer da. Immer wieder neue Verstecke hat sie sich gesucht, vor lauter Furcht vor den Menschen, die ihr eigentlich helfen wollten. Nahezu meine gesamte Nachbarschaft hat sie mautzen hören und Mitleid. Alle haben gesucht...jeder hat ein bisschen Futter hingestellt oder süße Sahne...nichts davon hat sie angerüht...alle Versuche, sie einzufangen sind missglückt. Um 22 Uhr gestern bin ich noch mal runter gegangen, auch mein Liebster kam mit. Im Dunkeln ist es ja gänzlich unmöglich sie zu finden. Wir hörten nur noch ein schwaches Miau aus dem Motorraum eines Autos. Scheinbar ist sie da rein gekrochen, um sich zu verstecken. Ein Kätzchen, ganz entkräftet, ohne Nahrung. Sie hat miaut und miaut, doch ich konnte ihr nicht helfen... ich habe eine Stunde vor dem Auto gesessen und ihr gut zugeredet", hab sie mit zarter Stimme versucht zu besänftigen, dass sie vielleicht Vertrauen findet und raus kommt. Aber sie kam nicht. Und mir blieb nichts anderes übrig, als wieder loszugehen... in der Hoffnung, dass sie nachts wieder rauskrabbelt und sie sich morgens wieder bemerkbar macht.
Aber heut morgen war kein Lebenszeichen mehr zu hören. Ich bin alle 2 Stunden runter gegangen, hab sie gerufen, kein Laut... und dieses ungute Gefühl, dass sie es nicht geschafft hat, dass sie aufgegeben hat oder völlig entkräftet gestorben ist ließ und lässt sich nicht mehr los. Ich habe geweint. Geweint, weil ich erkennen musste, dass man nicht immer helfen kann, auch wenn man es von Herzen möchte. Dass die kleine Katze lieber aufgibt, als sich dem Menschen anzuvertrauen. Und das Gefühl versagt zu haben ist schlimm. Ich hatte sie doch schon! Hätte...hätte...hätte ich sie doch blos erst mit zu uns nach Haus genommen, um ihr etwas Essen zu geben. All diese Vorwürfe mache ich mir. So ein hübsches kleines Ding. Ich hab nie einen Gedanken daran verschwendet, dass sie nicht bei uns bleiben könnte...sie hätte bei uns ein Zuhause gefunden. Ich habe sie von der ersten Minute an in mein Herz geschlossen...verdammtes Mutter Teresa Gen!
Und während ich das hier schreibe, verschwimmen schon wieder die Zeilen, weil ich wütend bin über die Ungerechtigkeit im Leben... in so vieler Leben! Mein Liebster meinte, dass es gerade noch viel schlimmere Dinge auf der Welt gibt. Natürlich! Aber eines der schlimmen Dinge hier im Kleinen hätte auch gut werden können! Und so denke ich bestimmt noch ein paar Tage über klein Mietz nach, höre sie manchmal noch mautzen (mir ist so als ob) und hoffe auf verrückte Dinge, das sie mit dem Auto unverletzt fahren konnte und ein neuer Mensch ein Herz für sie hatte und sie vielleicht vom Gegenteil überzeugen kann.
Bekanntlich hat ja eine Katze sieben Leben... ich wünsche mir, dass diese noch nicht aufgebraucht sind.

Eure NICOLE

Dienstag, 22. Juli 2014

HORTENSIENLIEBE

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Horstensien gehören seit einiger Zeit zu meiner Lieblingsblumen. 
Im Garten sind sie einfach wunderschön (wenn sie nicht gerade von vielen Spinnen besiedelt werden)
 

Zu gern würde ich sie im Garten ausweiten und richtig pflanzen.
Leider sind aber meine Versuche, sie richtig auszupflanzen bisher nicht geglückt. Ich denke, dass sie die ersten Jahre die direkte Sonne nicht so gut vertragen können oder?
 

Ich habe sie bis jetzt in großen Kübeln... 
Die Bauernhortensie, Endless Summer und Limelight ziert unseren Garten. Sind das alles Sorten, die sehr empfindlich sind und mit normaler Gartenerde nicht zurecht kommen?
Vielleicht kennt sich ja jemand aus und kann mir einen wertvollen Tipp geben. 
Und wie ist es mit dem Schneiden der Blüten?
 

Demnächst kommt auch die Annabelle in den Garten. Sie soll ja pflegeleicht sein und Schattenplätze mögen.

Ich freue mich über ein paar Tipps zu den schönen Blühern...

Liebe Landgrüße sendet euch
NICOLE

Sonntag, 20. Juli 2014

EIN ERSTER SOMMERTAG IM GARTEN

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Hallo ihr Lieben,
ein kleiner Hauch Normalität in unserem neuen Heim...wir haben eines der jetzt so tollen Sommertage zum ersten Mal im Garten genossen... die ersten Möbel rausgestellt, den Tisch dekoriert und einfach einen Nachmittag im Garten genossen...
 

Ich habe uns Kirschkuchen gemacht und mit frischen Kirschen und Pflaumen haben wir den Sommer und vorallem den Garten vollends genossen. Freunde kamen zu Besuch, die Kinder planschten im Pool und man konnte mal ein paar Stunden den Stress der Baustelle ausblenden.


Solche Momente geben wieder unheimlich Kraft.
Und man bekommt einen kleinen Vorgeschmack, wie es später öfter so sein wird. Ein Schattenplatz, ein Sonnenplatz, ein Platz zum Sonnen und relaxen... der neue Garten wird so einige Plätze zum Verweilen.
Und ein Traum ist ein Schwimmteich.... nach Hause kommen und eine Runde schwimmen zu gehen (und nur ein paar Meter zu laufen)...aber das alles braucht noch ein paar Jahre. Und wir haben zwar 3500 qm Grundstück, aber alles will auch seinen Platz haben und der Garten braucht meiner Meinung nach Raum zum Atmen, Weitblick zum Genießen...
 

Unsere Freunde, die uns besuchen kamen kannten sich auch mit Obstbäumen aus. So haben wir erfahren, das wir im Garten eine ganz alte Pflaumensorte haben. Ich freue mich über solche Enthüllungen.


Die Apfelbäume sind auch in voller Frucht. In diesem Jahr wollen wir schon zum ersten Mal mosten. Wir wollen es zumindest versuchen. :)


.... und nächstes Jahr, da bin ich mir sicher, wird es umso schöner im Garten... ich denke an schöne Feste, Kuchen und Kaffee am Tisch... 


Auch heute nutzen wir den Sonntag, um auszuspannen, auf andere Gedanken zu kommen und wieder neue Kräfte und neuen Elan zu sammeln. Ein Besuch in meinem Heimatdorf, gutes Essen von meiner Oma und dann baden, um die 35 Grad draußen zu ertragen.

Ich wünsche euch schöne Sommertage

EURE NICOLE

Mittwoch, 16. Juli 2014

NUR EIN HALBES LANDEI & 10 ANDERE DINGE...

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Du meine Güte, wo ist die Zeit geblieben?
Schon wieder Mitte Juli? Und bald rennt uns auch der August von dannen und dann ist er wieder da: der Herbst! (mit all seinem wundervollen Zauber) Tadaa! Aber nee...neee... wir brauch noch Sommer...wir brauchen die Zeit, um voran zu kommen, denn im Herbst möchte ich mich bereits Blätter fegen sehen, während es drinnen schon kuschlig ist. Der Gedanke an eine noch nicht funktionierende Heizung macht mir schon ein bisschen Angst. Und dabei bin ich schon relativ gechillt, was das Leben auf einer Baustelle betrifft. ich rechne nicht damit, dass in 5 Wochen (Umzugstermin) alles dekoriert und fertig ist... nein, da werden wir uns noch ein Zimmer teilen und die Küche nur auf dem Ikea Plan betrachten.
Nichts desto trotz: endlich drin (dann) und wir sind jeden einzelnen Tag fleißig und machen was. Manchmal muscher* ich auch nur was rum, räum da ein paar Hortensien um, schnibbel was ab oder streich etwas, um nebenbei das Kind zu bespaßen, dem es sonst einfach zu langweilig ist.

Genauso wie gestern, als ich meine eingetopften Hortensien in eine andere Ecke tragen wollte. Und plötzlich merke ich ein Kribbeln an den Händen (natürlich im unangenehmen Sinne), ich gucke....aaaaaaahhhhhhh! Eine Riesen Spinne auf meiner Hand.... der Hortensientopf (und wir reden hier nicht von einem Töpfchen, sondern von einem 50cm im Durchmesser Topf) knallt runter, denn reflexartig versuche ich das Ungetüm abzuschütteln...OH MEIN GOTT! Das habe ich nicht nur gedacht, sondern auch gerufen und dann dieses Eeeeeek Geräusch dazu! Innere Panik und Unruhe bricht in mir aus! Ich habe das Gefühl, mich von meiner Hand trennen zu müssen. Keine Angst! Ekel! Und gepaart mit dem Schreck oder Überraschung?! ist es der pure Horror! Nach 10 Minuten Zwangspause habe ich mich erneut an den Gott sei Dank heil gebliebenen Hortensientopf gewagt. Ich habe aber vorher hingesehen - keine bösen Überraschungen mehr in dem Sinne. Und bei nährerem Betrachten stelle ich entsetzt fest: Oh mein Gott, das ist ja alles voller Spinnen... in fast jeder Blütendolde sitzt eines der furchtbaren Biester, manche gut getarnt unter den Blättern, um mich zu überraschen, wenn ich wieder einen Versuch wage. Hortensientopf 2: genauso!
Mission Lageänderung: abgebrochen!

Und entsetzt stelle ich fest: ach du kack, ich bin ja gar kein richtiges Landei - sondern nur ein halbes Möchtegernhühnchen. Oder ein Teilzeitlandei, was nur die netten Dinge des Landlebens schätzt und die dunklen Kapitel wie Schnecken, Spinnen und Motten lieber streicht aus dem nur allzu schönen Landhaustraum. Und der Gedanke daran, dass ich mich wirklich an solche Zustände gewöhnen muss macht mir Angst. Ich habe auch immer das Gefühl, dass solches Gefleuch Leute wie mich, die nicht gerade Sympathien hegen regelrecht aufsuchen, um mich zu provozieren... Heut morgen waren es 2 dicke fette eklige Motten...mit schwarzem Kleid - wie zu Halloween... ich bin aus dem Schlafzimmer geflüchtet ins Bad und da saß die nächste... kann doch nicht sein!

Ich brauche eine Ausbildung! Insektenliebe für Anfänger... die gute Floskel,dass es Nützlinge sind, hilft da leider wenig. Schnecken, die mir meine Blumen zerfressen (und davon gibt es bei uns auf dem Hof gefühlte 364.098 Stück), Spinnen, die Netze bauen, wie sie nur im besten Horrorfilm vorkommen oder eben Spinnen, die mir meine schönsten Blumen belagern... ich brauche da noch ein Weilchen. Oder nie??? Hört das nie auf? Ich kann mich ja auch nicht in ein paar Jahren in ein Karussel setzen, weil mir dann nicht mehr übel wird...das wird ja auch immer so bleiben?
Wie lebt ihr mit euren tierischen Untermietern?
Seid ihr taffe Frauen, denen das nichts ausmacht oder kann hier noch jemand mit mir mitfühlen?
 

.... und da gibt es ja noch mindestens 10 andere Dinge, die mich ausmachen. Oder mich zu dem machen, wer ich bin. Möchte jemand diese Fakten lesen? :)


1. ich nehme mir immer vor ganz toll und ausgefallen zu backen und schaffe es dann doch nicht, weil es mir kurz vorher an Motivation fehlt.
2. ich habe Fotogeschirr... was im Alltag nie genutzt groß genutzt wird sondern mehr für Fotoprojekte dient
3. wir sind schon totaaaal oft umgezogen
4. ich habe das Wohnzimmer unserer alten Wohnung innerhalb 3 Jahren 9x umgestrichen
5. ich habe einen ganzen Schrank nur mit Teelichthaltern voll...von jeder Farbe zu jeder Jahreszeit
6. ich nehme mir immer wieder vor, dass ich jetzt genug an Kissenhüllen oder Deko habe, aber ich schaffe es NIE, mich daran zu halten
7. ich liebe Deko aus der Natur. Mit alten Hölzern & Zweigen einen Kranz machen... etwas von draußen ins Haus zu holen ist toll und erfüllt mich mit Glück
8. überall im Haus stehen Kerzen und sie werden das ganze Jahr über auch angezündet
9. ich finde Tischdeko muss immer zum Essen passen
10. ich habe bestimmt 12.000 Wohnzeitschriften hier im Haus verteilt... ein nie enden wollender Fluss an Inspiration & Feierabendglück

So, jetzt noch schnell ein paar finale Infos zum Baustellengeschehen:
alle Räume sind gut vorbereitet... wir haben teilweise Gipskartonwände gestellt, alle Wände verputzt.
Wenn die Heizung und der Strom in knapp 2 Wochen verlegt ist, geht es doch wirklich schon in den finalen Zügen. Heut haben wir uns den Boden unseres Hauses ausgesucht... nach ewig langem Suchen im Netz haben wir uns dann doch für einen lokalen Anbieter entschieden. 
Eiche Patinagrau... ein Traum und passend zu unserer neuen Wandfarbe... helles taupe mit viiiiiel weiß.

Eigentlich wollte ich ja Bilder zeigen, aber irgendwie reicht die Zeit nicht... vielleicht habe ich am Wochenende ein bisschen Zeit.

Jetzt erstmal Beine hoch!

Habt einen schönen Abend/ Tag

EURE NICOLE

Dienstag, 1. Juli 2014

HALLO JULI [MIT TRÄUMEN & WÜNSCHEN UND FORTSCHRITTEN]

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Goodbye Juni und damit Hallo an den Juli?
Ja mei- können ma`s denn glauben? Juli? Schon? Jetzt (sollte er zumindest) beginnt der Hochsommer und dann gehts doch tatsächlich wieder strammen Schrittes auf den Herbst zu. Die meisten von euch wollen das natürlich nicht hören :) In mir flackert aber schon ein kleiner Hauch Vorfreude auf, obwohl ich ja auch ganz klar sommerreif bin. Die schönen Sommertage waren hier bisher aber eher gezählt. Wo bleibt denn der richtige Sommer (wir summen jetzt alle in Gedanken das Lied von Rudi Carell: wann wirds mal wieder richtig Sommer). Ja - ich meine wirklich so einen Sommer, wie wir ihn früher hatten. Wo es die ganzen Sommerferien nur warm war und man baden kann und will. Heiße Tage, kühle Drinks. Letztes Jahr um die Zeit war es doch auch total warm oder?
Ich glaube der Sommer geht vorbei und ich habe noch gar nicht all die Sommersachen gemacht, die man eben immer so macht. Bis auf grillen kann ich noch nichts auf meiner imaginären Sommer-to-Do-Liste abhaken. Gerade habe ich eh das Gefühl, dass die Normalität an uns vorbei zieht, wenn man nur sein Projekt vor Augen und im Kopf hat. Aber ein paar Tage zum Leben muss man sich schon nehmen und die braucht man auch, um wieder neue Kraft zu schöpfen. Nur so hat man neue Impulse und kann dem auch neue Tatkraft und Energie entgegenbringen.

Ich finde es schade, dass mir für solche Spielereien" wie die Fotos jetzt die Zeit fehlt. Und im Moment irgendwie nichts Dekoratives um uns herum ist. Hier zu Hause verlässt uns mehr und mehr die Lust etwas schön zu gestalten und naja auf unserer Baustelle siehts eben genauso aus (obwohl ich mich ja wirklich bemühe, die Baustelle ordentlich zu halten). Ich fege aus, mach die Fensterbretter sauber und ernte dann vom Liebsten eher ein Lächeln, nachdem er mich darauf hingewiesen hat, dass morgen wieder alles so aussieht.

Macht ja erstmal nichts.
Momentan liegen wir noch im Bett. Der erste Kaffee ist aus und wir unterhalten uns, neben dem Schreiben hier über Trockenbau! Das ist doch schon mal ein Schritt in Richtung Fertigstellung. Auch heute haben wir wieder einen Tag "Urlaub", an dem wir beide schindern. Gestern zum Feierabend (der ist ca. immer 20 Uhr, wenn nicht gerade Fussball kommt) hätte mir auch gern jemand ein Maurerdiplom ausstellen können. Ich habe mich am Verputzen versucht und siehe da, es hat geklappt und sogar Spaß gemacht. Sämtliche Ausbesserungen in der Küche habe ich gestern gemacht. Ein bisschen stolz auf mich bin ich schon!

Ich zeige euch beim nächsten Mal einfach die ersten Vorher-Nachher Bilder :)


Und obwohl der Zeitplan mehr als straff ist, sind wir schon super voran gekommen. Und das ohne Handwerkerschar, die uns alles erledigt. Ende August müssen wir aus unserer Wohnung gezogen sein. Das bedeutet, das wir spätestens Mitte August im Haus wohnen oder besser leben werden. Alles fertig ist dann noch lange nicht, aber wir wollen ein Zimmer zum Schlafen haben und wenn dann ein Bad fertig ist, dann reicht das auch. Meine Wohnansprüche sind erstmal ein bisschen runtergefahren :)
Das habe ich gemerkt, nachdem ich mir einen Kaffee eingegossen habe, der in der staubigen Küche stand.
Man nimmts nicht mehr so genau *hihi*. Aber dennoch sehe ich Licht. Und wenn ich an unser fertiges Zuhause denke, dann gibt es mir Kraft und Energie, weiterzumachen, gerade, wenn man das Bedürfnis hat, sich in den nächsten Flieger zu setzen und erstmal eine Woche im Mittelmeer zu schwimmen. 

ES IST SCHON ERSTAUNLICH, WIEVIEL KRAFT MAN FÜR SEINEN TRAUM AUFWENDEN MUSS UND AUCH KANN.

Keine Frage, das alles macht mich älter. Aber auch irgendwie in einer tollen Art, wenn die Füße und der Rücken nicht weh tun würden. Zu sehen, wie alles mit eigener Kraft wird und ein Garten entsteht, der uns gehört - dass das alles, was jetzt passiert, wir geschafft haben. Und alles ist so anstrengend! Es gibt ja kaum eine Aufgabe, die super leicht von der Hand geht. Himmer Herr Gott, was haben die Bauarbeiter für einen furchtbaren Job?
Bei uns hat es ja irgendwann ein Ende...aber immer auf dem Bau? 40 Stunden die Woche? Und das über Jahre??? Ein Bundesverdienstkreuz für jeden, der auf Baustellen ackern muss bitte Herr Gauck!

Aber eigentlich wollte ich euch doch von unseren Träumen erzählen.
Dann machen wir das umgekehrt. Beim Betrachten der nächsten Bilder schreibe ich euch, was wir daraus machen werden.

So, jetzt husch husch ins Bad, Kind in die Kita und ab ins Haus! Weitermachen!

Ich wünsche euch einen guten Start in die erste Juliwoche.
Macht es euch schön!

EURE NICOLE

P.S.: Danke auch noch mal für die vielen tollen Tipps zu den Rosen. Ich habe mich besonders über das Fachwissen vom Schweizer Garten gefreut. Prompt habe ich sie auch in die Erde gesteckt... und schaue jetzt einfach mal, ob es was wird... Daumen drücken - ich halte euch auf dem Laufenden!

Samstag, 28. Juni 2014

VON DER SELBSTFINDUNG (IM GARTEN)


Wieder sende ich euch ein kleines Lebenszeichen... wer mich sucht findet mich entweder auf der Baustelle oder im Garten.


Ich erinnere mich zurück: da war der Schulgarten! Und ich mochte ihn nicht... man, war das anstrengend als Kind! Und von all dem Gehacke, Gegrabe und Harken hatte man so rein gar nichts, außer schmerzende kleine Kinderhände...so ist zumindest meine Erinnerung daran. Also: nicht gerade die prickelndste. Und heute ist es das totale Gegenteil: der total wilde Garten entspannt mich von der doch sehr anstrengenden Arbeit im Haus. Da ist es eine reine Wohltat zu graben und in der Erde zu wühlen. Ich weiß nicht, ob es am älter werden liegt, aber ich LIEBE Gartenarbeit...


Und ich versuche mich selber im Garten zu finden, mir selber etwas zuzustrauen, was mir vorher doch eher fremd erschien (oder gar mühsam). Ich habe versucht edle Rosen zu vermehren. Dazu muss ich sagen: ich hab absolut keinen Plan, ob das klappt. Ich gehöre ja zu den Menschen, die grundsätzlich alles, was sie nicht wissen googlen. Und so habe ich die Rosenvermehrung natürlich auch im Internet gesucht. Ganz easy heißt es da. Hilft ja nur, es auch zu testen. Ich habe mir also Rosen geschnitten, die 4 kleine Triebansätze haben, habe Kopf und Blätter abgeschnitten, sie in Erde gesteckt, angegossen und ein Glas drüber gestülpt (für den Treibhauseffekt). Noch ist nichts zu erkennen, ob es was wird. Es gab viele Zweifler,die meinten, dass daraus wenn dann nur wilde Rosen werden. Andere sind wieder durchaus optimistisch. Ich beobachte also und warte ab :)
Oder habt ihr Erfahrungen mit dem Thema?

Demnächst säe ich dann Stauden an... eine Kunst für den, der eigentlich keine Geduld hat, aber 4 Wochen warten muss, bis überhaupt was keimt...dann aber im nächsten Jahr sitze ich zwischen all der bäuerlichen Blütenpracht... 

Im Hause selbst geht es auch voran. Wir verbringen eigentlich jeden Tag dort... haben heute wieder mit vielen Helfern gemauert, gemäht, Tapeten abgekratzt, Baumaterial geschleppt.

Beim nächsten Mal wieder mehr Bilder vom Zustand.

Ich wünsche euch allen ein schönes, entspanntes Wochenende

EURE NICOLE
*die Möchtegern-Gärtnerin*