Dienstag, 12. April 2011

something blue & gardening secrets

Ein Morgen...trist und grau...
...doch irgendwie auch sommerlich,
denn die Luft ist wie vor einem Sommergewitter. Also finde ich den dunklen Tag nicht wirklich schlimm.
Der Regen ist nun nicht grad das Schönste, aber es gibt natürlich auch Schlimmeres.

Gestern habe ich wieder ein bisschen Zeit gehabt, um mit meiner Mom eine kleine "Visite"
des örtlichen Baumarkts zu machen... und wie nicht anders habe ich wieder mal Blumen mitgebracht.
Blau!
Hm, eigentlich ist das ja gar nicht so meine Blumenfarbe...aber diese kleinen Miniröschen, die die Pflanze
so zahlreich trägt fand ich einfach nur zauberhaft.


Einen Mitarbeiter im Baumarkt zu der Pflanze braucht man natürlich nicht fragen.
Ich weiß also heute auch noch nicht, wie die Pflanze heißt!

Dafür habe ich vom morgendlichen Rundgang mit unserem Hund ein paar kleine Hyazinthen
abgepflückt. Ein schönes Fotomodell!
Und irgendwie der Inbegriff eines Landgartens finde ich.
Ich muss immer an die Gärten meiner Großeltern- u. Urgroßeltern denken... da waren es auch
so einfache Blumen & Stauden, die neben Obst und Gemüse wuchsen.
Schön!
Gestern ist mir auch bewusst geworden, dass das Gärtnern wohl eine Frage des Alters ist.
Als junger Mensch macht man sich nicht so viel daraus.
Ein Zeichen des Erwachsen Seins, wenn man sich für das Pflanzen & Säen und überhaupt
einen Garten interessiert.

Oder hattet ihr schon immer einen Hang zum Gärtnern?
Also ich definitiv nicht. Früher im Schulgarten wollte ich nichts anderes machen als harken!
Oh wow.... der Schulgarten! Jetzt fällt er mir wieder ein. Was waren das doch für schöne,
einfache und unbeschwerte Zeiten. 

Das Gärtnern meiner Kindheit:
Die Oma's hatten einen Garten... immer etwas weiter weg. Oft kamen wir als Kinder mit, obwohl wir nicht wussten, was wir da eigentlich machen sollten. Oma sagte, dass wir die Johannisbeeren pflücken könnten.
Immer schimpfte sie über die Kartoffelkäfer und die Schnecken, die an die Erdbeeren gingen. Der Garten meiner Uroma war ein richtiger Bauerngarten...lauter Blumen... das Gemüse und die Erdbeeren waren in einem anderen seperaten Garten. Uroma Erika mochte Fuchsien! Um zu helfen, schleppten wir immer Gießkannen mit Wasser aus einer riesigen alten Wassertonne, die schon ganz verrostet war. Vom Garten aus hatte man einen traumhaften Blick zum See runter... es waren nur wenige Meter.
Und der Schulgarten gehörte nicht zu meinen Lieblingsgarten... jeder wurde streng eingeteilt. Und ich
wollte nicht jäten, säen oder irgendwelches Unkraut beseitigen. Mit den Jungs habe ich dann immer getauscht, so dass ich harken konnte oder die Beetwege getrampelt hab :)

Das Gärtnern heute:
kommt mir vor wie eine kleine Therapie. Ich liebe es, in frischer und lockerer Erde zu wühlen, mir selbst schöne Pflanzen rauszusuchen und einzusetzen. Unseren großen Garten von 800qm haben wir letztes Jahr abgegeben, weil es einfach zu viel wurde. Es war ein Stück Urwald, was brauchbar gemacht werden musste. Und jetzt, mit Baby haben wir schnell gemerkt, dass wir es nicht schaffen, dies alles zu bewirtschaften und auf Vordermann zu bringen. Also genüge ich mich mit unserem Innenhof. Dort habe ich die gesamte Fläche unter unseren Fenstern, die ich mit Töpfen versehen kann. So entsteht also ein kleiner Topfgarten.

Wie ist es bei euch?

Liebe Grüße
Nicole

Kommentare:

Freudentanz hat gesagt…

Dein Blog ist für mich echt eine Bereicherung, liebe Nicole.

Endlich nochmal jemand,der so ähnlich tickt wie ich. Fotos und Gedanken sind eine tolle Kombination finde ich :-))

Und ich kann Dich zu gut verstehen.. auch ich fand Gartenarbeit früher soooooo langweilig und unnötig.

Heute ist es für mich auch wie eine Therapie.. wie eine Art zu mir selbst finden. Alles was ich entscheide und entstehen sehe, gibt mir unheimlich viel Selbstbewusstsein. Verstehst Du was ich meine? Dreckige Hände, wunde Knie und Rückenschmerzen gehören dazu und sind überhaupt nicht schlimm, sondern ein Zeichen von "lebendig sein".. für mich jedenfalls.

Ein toller Post!

Ich drück Dich,
Angelina

Schwesterherz-Vergissmeinnicht hat gesagt…

Hallo Nicole,

unsere Mama hat eine große Liebe zu ihrem Garten. Sie baut jedes Jahr Tomaten, Salat, Gurken, Bohnen, Erdbeeren, Himbeeren, Kartoffeln und noch alles mögliche an. Sodass wir den ganzen Sommer über damit versorgt sind. Total lecker. Als Kinder durften wir auch immer helfen. Wir hatten sogar unser eigenes Beet.
Zudem hat sie ganz viele Blumen und Stauden. Ein wahres Paradies.
Für mich ist das Gärtnern auch wie eine Therapie. In der Erde wühlen, pflanzen, graben und mit dem Spaten sich abmühen, schwitzen, staunen... das bringt mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen.
Am liebsten (mein Mann kriegt jedesmal die Krise) mache ich das alles immer mit einer weißen Hose am Sonntag! *g*
♥-liebste Grüße Doris

Sofies Haus hat gesagt…

Liebe Nicole, dein Selbstportrait finde ich wunder-wunderschön:-)! Drücke Dir die Daumen für den Contest! Und deine Bilder sind ja sowieso immer toll! GLG und ich freu mich sehr dass Dir das Shirt gefällt! Anja

kathrin hat gesagt…

ganz liebe Grüße von Kathrin

Anonym hat gesagt…

Hallo,

wunderschöne Bilder.....ich liebe Blumen - okay, ich arbeite in einer Gärtnerei, in einer mit qualifiziertem Personal :)

Wenn ich das richtig erkenne ist das eine blaue gefüllte Campanula (Glockenblume), sind winterhart und leicht bodendeckend. Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen und freue mich auf weitere Bilder und Gedanken von dir.


Ganz liebe Grüße von sannshine

Axolotl33 hat gesagt…

Hallo schöne Frau :-) Braucht dir nicht peinlich zu sein. Aber das kam mir jetzt so spontan in den Sinn.
Aaalso, ich musste gerade etwas grinsen, zwischen all dem Träumen meine ich (die Musik, die Texte, die Blumen..), denn meine Eltern hatten nie einen Garten, wohl aber meine Grosseltern, und meine deutsche Omi hat mich auch immer im Juli zum Johannesbeerpflücken zu sich bestellt. Hinterher zur Belohnung durfte ich mir eine grosse Schüssel damit voll machen, kräftig zuckern und..geniessen! Auch an den Rhabarber erinner ich mich noch sehr gut.

Mein Grossvater in Übersee hatte: einen riesigen Brombeerstrauch, der die Wand hochkletterte; den hat er irgendwann entfernt, weil sie den Patio versauten. Jede Menge Feigen, Aprikosen, einen Granatapfelbaum, Bohnen; wir Kinder haben einen Joghurtbecher genommen, mit feuchter Watte ausgelegt, eine Bohne drauf gegeben, und dann zugeschaut, wie sie keimte und wuchs. Ich könnt heulen...ich wünsche mir unbedingt einen GARTEN!! In einigen Grossstädten haben junge Familien das Schrebergärtnern für sich entdeckt, modern umgesetzt und ohne diese spiessige Vereinsmeierei....so haben auch die Menschen in der Stadt die Möglichkeit, ihre Gartenträume zu verwirklichen...apropos...meine Mutter hat am Anfang in Deutschland gedacht, Schrebergärten wären so eine Art gepflegte Slums....
einen schönen Tag dir!!