Hallo ihr Lieben,
unser neuestes Projekt ist fertig!
Wir haben uns aus ein paar Pappkartons eine Puppenküche gebaut. Den Stein ins Rollen gebracht hat Amy im Ikea, als sie im Smaland gar nicht mehr wegzukriegen war von der Küche. Und sofort rattert es in meinem Kopf, wie ich das (so ähnlich) selber bauen kann.
Kurzerhand habe ich im Netz nach DIY Küchen gesucht... schöne Sachen waren zu sehen, besonders viele aus alten, abgelebten Möbeln. Aber solche Schränke haben wir nicht, nicht im Keller, nicht im Lager und Sperrmüll ist auch grad keiner. Also viel mir die Idee mit den Kartons ein.
Zum Glück haben wir auf Arbeit ja immer reichlich davon und auch sehr große Exemplare. Mit den Kartons, die wir da hatten, habe ich mir dann in Minuten ein Modell im Kopf überlegt... nix Pompöses! Einfach zu machen! Und nicht alles muss total akurat und genau sein. Den Kids geht es da ja eher um die Sache selbst.
Erst wollte ich den Karton streichen. Aber nööööööö....dauert zu lang und beult dann auch ein bisschen zu sehr aus. Also fuhr ich mit der zukünftigen Küchenbesitzerin in den Baumarkt und haben uns Folie gekauft... weiße in Holzoptik und dann noch Shabby Blümchen ;)
Oben links die Ansicht: das war die Küche vorher... Bild rechts: die Küche nach 3 Stunden.
Da haben dann nur noch Kleinigkeiten gefehlt...
Wenn ich solche Sachen realisiere, dann fühle ich mich selbst wieder in meine Kindheit zurückversetzt.
Da habe ich selber gern aus Pappkartons Puppenstuben gebaut... viele Dinge ändern sich eben nie. Zu gern würde ich euch jetzt dazu ein Video aus Kindertagen vorspielen, wie ich in den Sommerferien mit pechschwarzen kurzen Haaren und Jogginghosen eine Puppenstube geklebt habe. Mit Papiermöbeln aus den Versandhauskatalogen. Und dann diese komische Stimme dazu! :)
Schon verrückt, dass ich so etwas jetzt für mein eigenes Kind mache.
Aber jetzt mal zum Bauen selbst:
wie ihr seht, habe ich für das Gerüst" 2 Kartons genommen. Dazu braucht man eine Alu Schüssel, 2 solcher Bistro-Gardinenstangen, Haken, ein scharfes Cuttermesser, Folie, doppelseitigen Kleber (oder einen guten Alleskleber) und ein bisschen Pappe für Wasserhahn und Drehknöpfe.
Nicht zu vergessen Lackfarbe in eurer Lieblingsfarbe.
Wir hatten noch ein Grau übrig, das deckt gut und trocknet schnell - nehm ich!
Der Karton wird VOR dem Bekleben geschnitten!
Also für das Spülbecken, was ja eigentlich nur eine Schüssel ist muss man ein Loch in den Karton schneiden. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich die Unterseite des Kartons als Oberseite für die Küche genommen habe. Die Schüssel also drauf legen, einmal komplett rumzeichnen und dann einen kleineren Kreis (ca. 1cm) innen malen und diesen dann ausschneiden. Funktioniert eigentlich so wie bei den echten Spülbecken und den Arbeitsplatten auch :)
Der Backofen wird auch angezeichnet und eingeschnitten. Erst jetzt kommt die Folie drauf... So kann man das vorgeschnittene einfach nur noch leicht einschneiden.
Als Drehknöpfe habe ich Pappe rund geschnitten, diese angemalt und mit einer Verschlussklammer für Briefe in den Karton gedrückt. Es empfiehlt sich hier, die Löcher mit einem Schraubendreher einzustechen.
Der leicht windschiefe Wasserhahn ist auch nur auf Pappe gezeichnet, ausgeschnitten und bemalt.
Zum Schluss dann die Stangen ankleben und schon kann kleine Küchendeko einziehen...
Da wir noch nicht sooo viel haben und wir uns jetzt erstmal mit Lebensmitteln eindecken müssen, habe ich heut schnell ein paar passende Schilder entworfen, sie auf stabilem Papier gedruckt und aufgeklebt.
Und auch Teebeutelchen habe ich ganz schnell selbst gemacht...
aus Papier
Ich liebe solche Projekte!
Jetzt schlafen wir alle 3 überglücklich im großen Mama - und - Papa - Bett!
Macht es euch schön
Nicole