Der 2. Dezember... das 2. virtuelle Türchen öffnet sich.
Heute ist der 1. Advent. Von all unseren vielen ganz unterschiedlichen Adventskränzen haben wir doch alle eines gemeinsam: wir zünden jeder für sich, aber gemeinsam die erste Kerze an.
Ein Symbol, dass seit vielen Hunderten Jahren Tradition hat und viele Menschen zelebrieren diese schöne Zeit...
Im Advent bei Kerzenschein
die Kindheit fällt dir wieder ein.
Ein Adventskranz mit seinen Kerzen
lässt Frieden strömen in unsere Herzen.
Des Jahres Hektik langsam schwindet,
und Ruhe endlich Einkehr findet.
Ein Tag, er kann kaum schöner sein,
als im Advent bei Kerzenschein.
Elise Hennek
Und genau so sollten wir es auch angehen lassen. Man sollte die kommende Zeit nicht hektisch umherrennen, auf der Suche nach dem perfekten Geschenk sein. In einer Zeit, in der wir uns all unsere Herzenswünsche das ganze Jahr über selbst erfüllen, ist dies nur unnötiger Ballast, den wir uns aussetzen, in einer Zeit, die Ruhe und Besinnlichkeit beinhalten soll.
Wie es jeder von euch gestaltet, ist natürlich immer unterschiedlich und kann mit meiner Ansicht völlig unterschiedlich sein. Ich freue mich, dieses Jahr auf Geschenke zu verzichten, Geschenke, die im Laden gekauft werden müssen. Zumindest für uns Erwachsenen.
Das ganze Jahr über habe ich mir all das gekauft, was ich mir von Herzen wünsche und um jeden Preis haben will. Im Vergleich zu früher ist das Schenken heute etwas völlig anderes. Damals (als ich noch nicht war) war es eben nicht selbstverständlich, sich dieses und jenes unterm Jahr zu kaufen. Da mussten Familien sparen und konnten sich eben nur an diesen besonderen Tagen im Jahr einen Herzenswunsch erfüllen. Und die Freude war groß. Heut ist die Freude nicht mehr die Gleiche, so sehr harmonisch man auch alles gestalten mag. Dafür leben wir in einer zu modernen Welt, in der alles möglich ist und es keine Grenzen gibt.
Drum finde ich (ich spreche nur davon, wie ich es sehe und möchte euch keine Sicht der Dinge aufzwängen) Weihnachten im Sinne, wie es eigentlich sein soll - viel schöner ohne dieses opulente Schenken.
Weihnachten in Familie - mit köstlichem Essen, Herzenwärme, Gedichten und dem Beisammensein in Harmonie. Weihnachten mit kleinen Selbstgemachten Dingen aus der Küche und der Weihnachtsbäckerei.
Eine nette Geste, die von Herzen kommt.
Keine Hektik, ich lehne mich zurück, wenn alle anderen in die Kaufhäuser hast und nach dem perfekten Last Minute Geschenk jagen. Lächelnd schalte ich den Fernseher an, der Teeduft strömt mir um die Nase und Aschenbrödel kommt an einem Sonntag von vielen. Während ich sitze und in meine Kindheit zurückblicke, hat die Konsumwelt geöffnet und alle strömen in die Hallen. Stress für alle, volle Kassen, genervte Gesichter.
Nicht für mich! Ich hole frisch gebackene Plätzchen aus dem Ofen und freue mich, dass ich im Herbst diese tollen Kuschelsocken entdeckt habe.
Ich selbst hätte nie gedacht, dass ich es einmal so sehe. Geschenke gehören zu Weihnachten dazu, keine Frage. So wie das Amen in der Kirche. Ich selbst liebe es wirklich, Geschenke zu verpacken.
Aber zu wissen, dass ich kein Geschenk bekomme, das mich nur zur Hälfte erfreut, ich nur zu 20% brauchbar finde und trotzdem so tun muss, als wenn es mir riesig gefällt, war in den letzten Jahren immer wie ein Stein, den man zusätzlich zu den Geschenken mit sich rumschleppt. Und diesmal fällt alle Last von mir ab.
Amys Geschenke sind längst ausgesucht und bestellt - es wird mir bis an die Tür geliefert. Ich brauch nicht los, brauch mich nicht abmühen, leiste nur meine Unterschrift - und die fröhliche Weihnacht kann beginnen.
Früher habe ich die "Alten" belächelt, die gesagt haben, sie möchten und brauchen nichts!
Und heute? Bin ich einer der Alten", die so denkt ;)
Weihnacht ist das Fest der Liebe! Ich drücke all meine Liebsten, koche lecker für alle, schmücke den Baum,wir erzählen uns alte Geschichten.
Das ist er - der Geist der Weihnacht!
Und der ausbleibende Stress im Advent ;)
Habt alle einen wunderbaren, besinnlichen 1. Adventssonntag
Eure Nicole